Wenn ihr den ersten Teil dieser Tour bereits gefahren seid, kennt ihr den ruhigen, naturgeprägten Einstieg des RuhrtalRadwegs durch das Sauerland. Mit dem Start in Menden verändert sich die Strecke deutlich. Jetzt taucht ihr ein in das Herz des Ruhrgebiets, eine Region, die sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt hat.
Ein besonderer Anlass macht diese Tour aktuell noch spannender, denn der RuhrtalRadweg feiert in diesem Jahr Jubiläum. Seit seiner Eröffnung hat sich die Strecke zu einem der beliebtesten Radwege Deutschlands entwickelt und steht heute beispielhaft für nachhaltigen Tourismus, gut ausgebaute Infrastruktur und erlebbare Regionalgeschichte.
on Menden nach Essen und der Einstieg ins Ruhrgebiet
Diese Etappe knüpft direkt an den ersten Beitrag an und führt euch vom eher ländlichen Charakter rund um Menden hinein in eine deutlich urbanere Umgebung.
Ihr passiert Hagen und Witten, Städte, die bereits den industriellen Charakter des Ruhrgebiets widerspiegeln. Trotzdem bleibt der Radweg überraschend grün, immer wieder führen euch Abschnitte durch Parks und entlang ruhiger Ufer.
Das Highlight auf der Tour: der Baldeneysee in Essen
Kurz vor Essen erreicht ihr den Baldeneysee. Dieses große Gewässer wirkt fast wie ein Kontrastprogramm zur urbanen Umgebung. Segelboote, Promenaden und Cafés machen diesen Abschnitt besonders lebendig.
Tipp für euch
Wenn ihr euch noch an die ruhigen Abschnitte aus Beitrag 1 erinnert, werdet ihr hier den Kontrast besonders intensiv wahrnehmen. Plant bewusst eine Pause ein, um diese neue Atmosphäre aufzunehmen.



Etappe 5: Von Essen nach Oberhausen
Jetzt seid ihr mitten im Ruhrgebiet angekommen. Diese Etappe zeigt euch, wie sich eine Region neu erfinden kann. Ihr seid mittendrin in der Industriekultur des Ruhrgebiets.
Was diese Strecke besonders macht
Ihr fahrt vorbei an ehemaligen Industrieanlagen, die heute kulturell genutzt werden. Alte Zechen, stillgelegte Bahntrassen und moderne Freizeitflächen wechseln sich ab. Ein absolutes Highlight ist die Zeche Zollverein in Essen. Dieses UNESCO Welterbe gilt als eines der beeindruckendsten Industriedenkmäler Europas.
Gerade im Jubiläumsjahr lohnt sich hier ein genauer Blick, denn entlang des gesamten RuhrtalRadwegs finden immer wieder Veranstaltungen, geführte Touren und Aktionen statt, die euch die Geschichte der Route noch näherbringen.
Unterwegs auf besten Wegen
Der RuhrtalRadweg ist hier perfekt ausgebaut. Breite Wege, klare Beschilderung und kaum Steigungen sorgen dafür, dass ihr entspannt fahren könnt.
Nach den naturgeprägten Eindrücken aus dem ersten Teil versteht ihr hier besonders gut, wie vielseitig diese Route ist. Ihr erlebt eine völlig andere Seite der Region, ohne den roten Faden der Strecke zu verlieren.
Die letzte Etappe, wo die Ruhr den Rhein findet
Die letzte Etappe ist vergleichsweise kurz, hat aber eine besondere Bedeutung. Ihr begleitet die Ruhr auf ihren letzten Kilometern.
Die Strecke führt euch durch urbane Räume und grüne Abschnitte, bis ihr schließlich Duisburg erreicht. Hier mündet die Ruhr in den Rhein, ein Moment, der eure gesamte Tour symbolisch abschließt.
Der Duisburger Innenhafen bietet euch moderne Architektur und Gastronomie direkt am Wasser. Ebenso beeindruckend ist der Landschaftspark Duisburg Nord, ein ehemaliges Hüttenwerk, das heute als Freizeit und Kulturort genutzt wird.
Praktischer Hinweis
Wenn ihr euch an den Start im Rothaargebirge zurückerinnert, wird euch hier bewusst, welche Strecke ihr zurückgelegt habt. Gerade im Jubiläumsjahr bekommt dieser Moment noch einmal eine besondere Bedeutung, denn ihr seid nicht nur eine Strecke gefahren, sondern Teil einer Route geworden, die seit Jahren Radreisende begeistert und verbindet.
Vom Sauerland bis zum Rhein, eine Route mit zwei Gesichtern
Wenn ihr beide Beiträge zusammen betrachtet, ergibt sich ein klares Bild. Der RuhrtalRadweg ist keine gewöhnliche Radroute, sondern eine Reise durch zwei völlig unterschiedliche Welten.
Ihr startet in stiller Natur, fahrt durch sanfte Mittelgebirge und endet in einer Region, die sich neu erfunden hat. Im Jubiläumsjahr wird besonders deutlich, wie erfolgreich dieses Konzept ist, denn der RuhrtalRadweg verbindet nicht nur Orte, sondern auch Landschaften, Geschichte und Menschen entlang eines Flusses, der euch auf der gesamten Strecke begleitet.



