Die ersten Etappen auf dem RuhrtalRadweg - gesundwanderer magazin

RuhrtalRadweg Teil 1: Die ersten drei Etappen durch das Sauerland

Der RuhrtalRadweg beginnt dort, wo ihr ihn vielleicht am wenigsten erwartet, mitten im waldreichen Rothaargebirge. Statt Industrie und urbaner Kulisse erlebt ihr auf den ersten Kilometern vor allem Ruhe, Natur und Höhenluft. Genau dieser Kontrast macht den Reiz der gesamten Strecke aus. Wer die ersten drei Etappen bewusst fährt, versteht schnell, warum dieser Radweg zu den beliebtesten Deutschlands zählt.

Etappe 1 geht von Winterberg nach Olsberg

Die Quelle der Ruhr liegt nahe Winterberg auf etwa 674 Metern Höhe. Hier beginnt eure Reise, die euch einmal quer durch Nordrhein Westfalen führen wird. Doch bevor es gemütlich wird, fordert euch das Sauerland noch einmal heraus.

Das erwartet euch

Direkt nach dem Start fahrt ihr durch dichte Wälder, schmale Wege und leicht hügeliges Gelände. Diese Etappe verlangt euch etwas Kondition ab, auch wenn sie technisch gut machbar bleibt. Die Ruhr ist hier noch ein kleiner Bach, der sich unscheinbar durch die Landschaft schlängelt.

Ihr passiert kleine Orte wie Niedersfeld und Assinghausen, typische Sauerland Dörfer mit viel Charme und wenig Trubel. Genau hier entsteht dieses Gefühl von Weite, das viele Radreisende suchen.

Wichtiger Hinweis für eure Planung

Unterschätzt diese erste Etappe nicht. Die Höhenmeter summieren sich, vor allem wenn ihr mit Gepäck unterwegs seid. Wer entspannt starten möchte, setzt auf ein E-Bike oder plant bewusst mehr Zeit ein.

Etappe 2: Von Olsberg nach Arnsberg

Ab Olsberg verändert sich die Strecke spürbar. Die Ruhr gewinnt an Breite, das Tal wird weiter und die Wege deutlich flacher. Ihr merkt sofort, dass ihr jetzt in einen fließenden Rhythmus kommt.

Landschaft und Strecke

Die Route führt euch durch Bestwig und Meschede, begleitet von Wiesen, sanften Hügeln und immer wieder kleinen Waldpassagen. Der Radweg ist hier hervorragend ausgebaut, meist asphaltiert und klar ausgeschildert.

Besonders angenehm ist die Nähe zum Wasser. Immer wieder verläuft der Weg direkt entlang der Ruhr, was für eine ruhige, fast meditative Fahrweise sorgt.

Arnsberg ist ein echtes Highlight dieser Etappe auf dem RuhrtalRadweg. Die Altstadt liegt auf einem Hügel und bietet euch Fachwerkhäuser, kleine Gassen und eine beeindruckende Schlossruine. Wenn ihr Zeit habt, lohnt sich ein kurzer Abstecher nach oben.

Praktischer Tipp

Nutzt diese Etappe, um Strecke zu machen. Ihr könnt hier problemlos längere Distanzen auf dem Fahrrad fahren, ohne euch zu überfordern. Perfekt, um euren eigenen Rhythmus zu finden.

Die dritte Etappe führt euch von von Arnsberg nach Menden

Die dritte Etappe markiert einen spannenden Wandel. Ihr verlasst langsam das klassische Sauerland und nähert euch dem Ruhrgebiet, ohne dass die Natur plötzlich verschwindet.

Das prägt diese Etappe

Ihr fahrt durch Neheim und Wickede, Orte, die bereits stärker urban geprägt sind, ohne ihren ländlichen Charakter zu verlieren. Die Ruhr begleitet euch weiterhin konstant, oft nur wenige Meter entfernt.

Die Strecke bleibt flach und angenehm zu fahren. Gerade für Einsteiger ist dieser Abschnitt ideal, da ihr euch ganz auf das Erlebnis konzentrieren könnt.

Ab hier merkt ihr deutlich, dass die Infrastruktur dichter wird. Cafés, Bäckereien und kleine Restaurants sind häufiger zu finden. Das macht die Planung einfacher und spontaner.

Euer Vorteil

Ihr könnt diese Etappe flexibel gestalten. Ob kurze Pausen am Wasser oder längere Stopps in den Städten, alles ist möglich, ohne den Fluss eurer Tour zu unterbrechen.

So geht es weiter auf dem RuhrtalRadweg

Nach diesen ersten drei Etappen habt ihr den landschaftlichen Wandel der Ruhr bereits intensiv erlebt, vom schmalen Quellbach bis zum ruhiger fließenden Fluss. Doch genau hier beginnt der zweite, völlig andere Charakter dieser Route.

Die folgenden Etappen führen euch mitten hinein ins Ruhrgebiet, wo Industriekultur, urbane Räume und grüne Rückzugsorte aufeinandertreffen. Ihr erlebt den Baldeneysee, passiert ehemalige Zechen und erreicht schließlich die Mündung der Ruhr in den Rhein.

Den zweiten Teil dieser Tour mit den Etappen 4 bis 6 findet ihr im separaten Beitrag, dort nehmen wir euch mit durch das Herz des Ruhrgebiets bis nach Duisburg.

Während ihr hier noch durch Wälder, Wiesen und ruhige Orte radelt, verändert sich die Szenerie Stück für Stück. Genau dieser Übergang ist es, der den RuhrtalRadweg so besonders macht, denn ihr erlebt nicht nur eine Strecke, sondern eine Entwicklung, die euch auf den folgenden Kilometern noch intensiver begegnen wird.

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